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Unsere Reise nach Norwegen

Unsere Reiseroute durch Skandinavien

Unser erstes Nachtquartier in Arhus/Ebeltoft, Dänemark

Nun mussten wir ein Stück übers Meer nach Norwegen

Anflug auf Kristiansand, Norwegen

Auftanken in Forde

Anflug auf Tromsö, das Venedig des Nordens ,mit der berühmten Brücke

Wir umrunden das Nordkap, den nördlichsten Punkt Europas

Wir queren einen Fjord in der Nähe von Stockmarknes

Erzabbau in Kirua

Wir unternahmen eine Stadtrundfahrt in Stockholm, der Hauptstadt Schwedens

Bei einem Tankstop in Rügen haben wir dieses Schild entdeckt, es passte sehr gut zu unserer Reise

Unsere Reise nach Norwegen (1. – 12. Juli 2014)

Von Ulrike und Christian Parb

Wir waren bereits zwei Mal mit dem Auto in Norwegen (2001, 2002).  Uns faszinierte die Urtümlichkeit dieses Landes, die Fjorde, Gletscher, Seen und alles, was dieses Land so zu bieten hat.  Dieses  Gebiet von oben sehen zu können muss wohl ein Traum sein – und so entstand die Idee, mit unserer Cherry Richtung Norwegen aufzubrechen.

Ich wollte eigentlich die Route ein bisschen planen, doch Christian sagte immer: „Das hängt alles vom Wetter ab … wann - wo – wie – was“ …

… und so flogen wir mit einer vollbepackten Cherry vom Flugplatz Völtendorf einfach los. Christian  hatte drei Wochen Urlaub – also gab es ein schönes Zeitfenster für unser Vorhaben.

Unsere Route sah letztendlich so aus:

Völtendorf - Strausberg (D) – Arhus (DK) – Kristansand (N) – Forde – Bronnoysund – Leknes (Lofoten) – Tromsö – Nordkap – Tromsö - Stokmarknes (Vesteralen) – Narvik – Kiruna (S) – Lulea – Sundsvall – Söderhamn – Ska Edeby (kleiner Grasplatz nahe Stockholm) – Malmö – Rügen (D) – Auersbach - Völtendorf

Nach einem Tankstop in Strausberg flogen wir (und das haben wir erst dort entschieden) Richtung Dänemark, nämlich nach Arhus, wo wir in einem B & B in Ebeltoft schliefen und uns vorher das kleine Städtchen natürlich ansahen.

Am nächsten Tag flogen wir über Hirtshals etwa eine dreiviertel Stunde übers Meer nach Kristansand.

Unser einzig schlimmes Erlebnis bei dieser Reise sollte uns gleich am dritten Tag passieren: Wir hatten den Flugplan von Kristiansand nach Alesund aufgegeben und starteten bei aufgelockerter Bewölkung in Richtung Alesund.

Wir genossen die teils mit Schnee bedeckte Landschaft der Hardanger Vidda – und die Wolken wurden mehr und mehr. Als wir an einem Flugplatz vorüberflogen, meinte ich noch, es wäre vielleicht besser, zu landen. Christian entschied sich, über die Wolken zu steigen und „on top“ zu fliegen. Die Wolken stiegen an und wir waren bereits auf 10.000 ft, wo der Motor natürlich nicht mehr so viel Leistung hat. Von oben kam auch noch eine Wolkenschicht bedrohlich nahe – was tun?

Da tat sich für uns ein kleines Wolkenloch auf, das Christian nutzte und „durchtauchte“ – wir waren in der Umgebung von Forde, wo das GPS auch einen Flugplatz anzeigte.

Nach ein paar Versuchen einen Weg zum Flugplatz zu finden (die Bewölkung lag teilweise auf)  landeten  wir - wohl mit Unterstützung von oben-  gut am Flugplatz Forde; der Platz liegt immerhin auf 1045 ft.

Christians Lehre daraus (und Tipp an alle anderen): Wenn ihr schon über den Wolken fliegt (wie Reinhard Mey ja so schön singt), dann lasst euch früh genug Ausweichmöglichkeiten  offen.

Der Rest der Reise ist schnell erzählt: Traumwetter von Mittelnorwegen  bis in den Norden. Tolle Landschaften, blauer Himmel, super gelegene Flugplätze, nette, hilfsbereite Menschen, …

Mein heimlicher Wunsch, die Landung auf den Lofoten, wurde in Leknes erfüllt, wo wir zu einer alten Sprungschanze wanderten und die Mitternachtssonne genossen.Von Tromsö sind es nur eineinhalb Stunden Flugzeit bis aufs Nordkap – also flogen wir (natürlich um Mitternacht) zum Nordkap!

Traumhafte Stunden verbrachten wir auch in Stokmarknes auf den Vesteralen. Wir durften unser Zelt am Strand neben dem Flugplatz aufstellen. Beim Aufstellen des Zelts bemerkten wir, dass wir an diesem Tag auf einem Boden von abgeschliffenen Korallen und Muscheln schlafen würden!

Von Stokmarknes ging es dann weiter nach Schweden über Kiruna, das für seinen Erzabbau bekannt ist, weiter nach Lulea, wo wir bei einem der zahlreichen Seen Quartier bezogen.

Für einen Stockholm-Besuch ist der Grasplatz Ska-Edeby sehr empfehlenswert.  Der Platz liegt am Rand der Kontrollzone des Flugplatzes Stockholm-Bromma und man wird dort als Fremder gern gesehen. Wir durften sogar für 2 Nächte das dortige Stockbett benutzen. Fliegen ist auf diesem Platz so etwas von unkompliziert: Man meldet sich am Funk – meist redet auch gar keiner zurück – und los geht’s! Mit Bus und später U-Bahn ist man etwa in einer Stunde im Zentrum von Stockholm.

Im Nachhinein war es gut, dass wir keine genauen Pläne und Ziele für unsere Reise hatten. Es sollte wohl alles so kommen, wie es für uns am besten war.

Einige Daten zu unserer Reise:

Geflogene Strecke: 7256 km (3918 nm)

Flugstunden: 33

Durchschnittsgroundspeed: 118 kt (meist Rückenwind) 219 km/h

Durchschnittsverbrauch: 15,8 l/h

Verwendete Navigationssoftware: Sky Demon

Hilfreich ist es, in Norwegen über www.ippc.no den Flugplan aufzugeben

 (gratis , aber Registrierung notwendig)

Gut ist auch der VFR-guide norway im Internet (jährlich aktualisiert)